Energietransport

Dies ist ein Hinweis, dass es geplant ist diese Unterseite zu verbessern. (Ziel: Mittelfristig die Themen „zentrale- & dezentrale Energieerzeugung“ und „Microgrids“ möglichst verständlich aufzubereiten.)

Je nach Energieform wird Energie auf unterschiedliche Art und Weise transportiert. Chemsiche- und nuklare Energie wird in Energieträgern gespeichert transportiert. Thermische- und elektrische Energie wird über Transportleitungen transportiert. Deshalb werden letztere auf dieser Seite als „leitungsgebundene Energien“ bezeichnet.

Energie wird von Primärenergiequellen zu Energiewandlern (u.A. Kraftwerke & Raffinerien), zu  Energiespeichern und anschliessend zu „Energieverbrauchern“ transportiert. Der Energietransport ist notwendig, weil die Energie meistens nicht dort zur Verfügung steht, wo sie „gebraucht“ wird.

Energieträger (Kohle, Öl, Gas und Uran) werden, wie auf der folgenden Grafik ersichtlich, hauptsächlich durch die folgenden Verkehrsträger transportiert.

– Per Pipeline
– Per Schiff
– Per Strassenverkehr
– Per Eisenbahn

(Der Luftverkehr ist für den Transport von Energieträgern, ausser für militärische Anwendugen (z.B. Tankflugzeuge), zur Zeit keine sinnvolle Option, da sehr viel Energie gebraucht wird um Güter über den Luftweg zu transportieren. Man kann deshalb sagen, dass der Energietransport durch den Luftverkerh sehr ineffizient ist.)

Die leitungsgebundenen Energien werden, wie auf der folgenden Grafik ersichtlich, im grossen Masstab in From von Strom und Fernwärme durch Strom- und Fernwärmenetze transportiert.

Energietransport von den Energiequellen zu den Konsumenten Pipeline Schifffahrt Strassenverkehr Eisenbahn Stromnetz Fernwaermenetz

Energietransport von den Energiequellen zu den Konsumenten

Auf den folgenden Abschnitten ist die Versorgungs-Struktur der Schweiz für Erdgas, Erdöl und Uran, sowie die Transportnetze für Wärme und Strom dargestellt.

 

Erdgas-Versorgung:

Das Erdgas gelangt durch Flüssiggastanker und Pipelines von den Fördergebieten nach Europa und wird anschliessend durch Pipelines in die Schweiz transportiert und dort zu den Konsumenten verteilt.

Für eine schöne Karte des Schweizer Erdgastransportnetzes verweise ich gerne auf die folgende Seite:
http://www.swissgas.ch/fileadmin/user_upload/Bilder_für_Webseite/Übersichtskarte_PK1000_ZNr_00-002.pdf

Das in der Schweiz „verbrauchte“ Erdgas stammte 2013 zum grössten Teil aus EU-Ländern, gefolgt von Importen aus Russland, Norwegen und unbekannten Quellen.

Herkunft des in die Schweiz importierten Erdgases

Herkunft des in die Schweiz importierten Erdgases (2013)

 

Erdöl-Versorgung:

Das Erdöl gelangt durch Tanker und Pipelines von den Fördergebieten nach Europa und wird anschliessend, wie auf der folgenden Grafik ersichtlich, durch Pipelines, die Rheinschfffahrt, Eisenbahnzüge und Lastwagen in die Schweiz transportiert.

Die Verteilung zu den Konsumenten erfolgt durch Eisenbahnzüge und Lastwagen.

Erdölversorgung der Schweiz

Erdölversorgung der Schweiz

Der grösste Teil, des 2012 in der Schweiz „verbrauchten“ Erdöles, wurde in Form von Erdölprodukten aus EU-Ländern importiert. Bei diesen Erdölprodukten weiss man leider nicht welches das ursprüngliche Förderland war. Nur die 32% in Form von Rohöl importierten Erdöles lassen sich nach Herkunftsländer aufschlüsseln.

Herkunft des in die Schweiz importierten Erdöls

Herkunft des in die Schweiz importierten Erdöls (2012)

 

 

Uran-Versorgung:

Es ist ziemlich schwierig als Privatperson an Informationen zu kommen, woher das in den Schweizer Atomkraftwerken verwendete Uran stammt.

Grundsätzlich ist Uran ein nicht erneuerbarer Energieträger und wird zur Zeit hauptsächlich in Kasachstan, Kanada, Australien, Niger, Namibia, Russland und Usbekistan abgebaut.

Abbau von Natururan aufgeteilt nach den Förderländern

Abbau von Natururan aufgeteilt nach den Förderländern (2012)

 

Nach dem Abbau wird das Uran entweder direkt für die Nutzung in zivilen Atomkraftwerken angereichert oder kann über einen Umweg aus wiederaufbereiteten Brennstäben oder aus Lagerbeständen (z.B. von abgerüsteten Atombomben) stammen.

In der Schweiz gab es in den vergangenen Jahren eine grosse Kontroverse, da nachweislich Uran aus Quellen bezogen wurde, die den Anforderungen an den Umweltschutz und die Sozialverträglichkeit nicht erfüllten. (z.B. Uran aus Majak)

Die Schweizer Atomkraftwerksbereiber wissen, nach eigenen Angaben, zum Grossteil nicht woher das eingesetzte Uran stammt. Somit lässt sich auch heute nicht mit Sicherheit sagen, ob der Abbau, die Anreicherung und der Transport in allen Fällen den europäischen Umweltschutz- und Sozialstandarts entspricht.

Folgend als Beispiel das von der BKW betriebene Atomkraftwerk Mühleberg:
– Die BKW weiss grundsätzlich nicht woher das Uran stammt.
– Es wird über die Firmen Areva, Usec und Nukem auf dem Weltmarkt beschafft. Neben Uran aus unbekannten Minen kommt ein weiterer Teil aus alten amerikanischen und russischen Atomwaffenbeständen. Aus Wiederaufbereitungsanlagen bezieht die BKW, nach eigenen Angaben, kein Material.
– Das auf dem Weltmarkt beschaffte Uran wird in den USA und in Frankreich angereichert und anschliessend zum Atomkraftwerk Mühleberg geliefert.

Politische Vorstösse nach mehr Transparenz bei der Uranherkunft wurden wiederholt abgelehnt.

 

Weiterführende Infos unter:

http://www.derbund.ch/bern/stadt/Heisse-Debatte-um-Nukleargeschaeft-mit-Russland/story/19255025

http://www.beobachter.ch/natur/umweltpolitik/energiepolitik/artikel/schweizer-akws_weiterhin-schmutziges-uran/

http://www.derbund.ch/bern/Woher-das-Muehleberger-Uran-stammt-/story/12257928

http://www.parlament.ch/d/suche/seiten/geschaefte.aspx?gesch_id=20113343

 

Fernwärmenetze:

Fernwärmenetze dienen dazu Wärme von entfernten Wärmequellen zu den Verbrauchern und allfälligen Speichern zu leiten. Sie bestehen aus gut gedämten Rohrleitungen, die meistens in der Erde verlegt sind. Eine Rohrleitung führt warmes Wasser oder Dampf von den „Wärmeerzeugern“ zu den „Wärmeverbrauchern“ und eine weitere Rohrleitung das kalte Wasser wieder zurück. Als „Wärmequellen“ eignen sich vorallem Abwärme von Industriebetrieben und Fernwärme aus Blockheizkraftwerken.

Weitere Informationen zum Thema Fernwärme sind auf der Seite „Wärme“ zu finden.

 

Grundsätzlicher Aufbau von Fernwärmenetzen

Grundsätzlicher Aufbau von Fernwärmenetzen

 

Stromnetze:

Stromnetze haben die Aufgabe elektrische Energie von den Kraftwerken (E-Wandlern) zu den Speichern und Verbrauchern zu transportieren.

Auf der folgenden Karte ist das Schweizer Stromnetz von 2010 dargestellt:

Das Höchstspannungsnetz der Schweiz

Das Höchstspannungsnetz der Schweiz
(Lizenz: CC BY-SA 3.0 (Quelle der Schweizerkarte: „Wikipedia“ Urheber: „Ojw“ Lizenz: CC-BY-SA 3.0))

Es ist wichtig zu erwähnen, dass 2/3 des Schweizer Stromnetzes älter als 40 Jahre sind! (Stand 2013) Das Stromnetz ist historisch gewachsen und deshalb nicht für die heutigen und zukünftigen Anforderungen ausgelegt. Es ist offensichtlich, dass das Stromnetz ausgebaut und erneuert werden muss um bestehende und zukünftige Engpässe zu vermeiden.

Nur schon, wenn man die oben genannten 40 Jahre auf ein Auto überträgt, wird es offensichtlich, dass auch beim besten Auto nach 40 Jahren Erneuerungs- und Ausbaubedarf besteht. Das Stromnetz wurde in den letzen Jahren vernachlässigt und es wurde kaum mehr Geld investiert.

Eine Übersicht über die bereits bestehenden und die in Zukunft erwarteten Engpässen ist auf der Webseite von „Swissgrid“, der Betreiberfirma des Schweizer Höchstspannungsnetzes, zu finden. Dort werden auch die angedachten Erneuerungs- und Erweiterungsprojekte vorgestellt.

http://www.swissgrid.ch/swissgrid/de/home/grid/grid_expansion/urgent_grid_expansion.html

 

Die Schweiz im Europäischen Stromnetz:

Die Schweiz ist durch ihre geografisch zentrale Lage eine grosse Stromdrehscheibe für den europäischen Strommarkt. Wie in der folgenden Grafik ersichtlich ist, wurde im Jahr 2013 unter dem Strich Strom aus Deutschland, Österreich und Frankreich importiert und im grossen Stil nach Italien exportiert. Es existieren zur Zeit 41 Übergänge vom Schweizer Stromnetz in die Netze unserer Nachbarländer. Ein Zentel des gesamten Stroms, der in Europa ausgetauscht wird, fliesst durch die Schweiz.

Strom Importe und Exporte der Schweiz

Strom Importe und Exporte der Schweiz (2013)

 

 

 

Netzebenen im Schweizer Stromnetz (Für speziell Interessierte):

Das Stromnetz in Europa und somit auch der Schweiz ist, wie in der folgenden Grafik ersichtilch, in vier Netzebenen aufgeteilt. Die unterschiedlichen Netzebenen werden durch Transformatoren miteinander verbunden.

Ebenen des Schweizer Stromnetzes

Ebenen des Schweizer Stromnetzes

 

Umso höher die Spannung einer Stromleitung ist, desto geringer sind die Verluste beim Stromtransport (Verlustleistung). Das ist der Grund, weshalb man für die Übertragung über weite Strecken Höchstspannung (in der Schweiz 380 oder 220kV) einsetzt.

Je kürzer eine Leitung ist, desto weniger stark fallen die Transportverluste ins Gewicht. Für den wirtschaftlichen Betrieb einer Leitung sind neben der Effizienz der Übertragung auch die Kosten für die Transformatoren, den Leitungsbau und den Unterhalt wichtig. Deshalb werden für die Verteilnetze (untere Netzebenen) geringere Spannungen verwendet.

Es lässt sich somit sagen, dass i.d.R. je länger eine Stromleitung ist, eine umso höhere Spannung verwendet wird, da die Transportverluste mit zunehmender Länge bei gleicher Spannung immer grösser werden,

 

Weiterführende Infos unter:

http://www.swissgrid.ch/swissgrid/de/home/grid/transmission_system/grid_levels.html

http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cbertragungsverlust

http://de.wikipedia.org/wiki/Hochspannungsleitung#Hochspannung_in_der_Schweiz

 

Ober- oder unterirdische Stromleitungen:
Technisch kann man Stromleitungen sowohl unter der Erde (Erdleitungen), als auch oberirdisch (Freileitungen) errichten. Es ist eine rein politische Frage, für was man sich entscheidet. Freileitungen beeinträchtigen das Landschaftsbild und haben höhere Elektrosmogemissionen, sind dafür aber meistens günstiger und haben in der Regel eine höhere Effizenz als Erdleitungen. Zusätzlich ist es aufwendiger Störungen und Schäden in Erdleitungen zu finden und zu beheben, als bei Freileitungen.

 

Weiterführende Infos unter:

http://www.swissgrid.ch/swissgrid/de/home/grid/technologies/overhead_underground_cabling.html

 

Wechsel- und Gleichstromleitungen (Für speziell Interessierte):
Es gibt zwei grunsätzliche Techniken, wie Strom übertragen werden kann. Zum einen die heute am weitesten verbreitete Wechselstrom-Technik und die Gleichstrom-Technik. Beide haben ihre induviduellen Vor- und Nachteile und es gibt nicht „die Übertragungstechnologie für Strom“.

– Die Übertragung mit Wechselstrom ist günstiger um Strom über kurze Strecken zu transportieren. Ausserdem lassen sich Wechselstrom relativ einfach zu engmaschigen Stromnetzen zusammenschalten.
– Die Übertragung mit Gleichstrom ist bei längeren Strecken günstiger. Es lassen sich zur Zeit aber nur  „Punkt zu Punkt-Verbindungen“ mit vertretbaren Aufwand realisieren und (noch) keine Netze.

Der Zusammenhang zwischen der Leitungslänge und den Gesamtkosten (Bau- & Betriebskosten) ist in der folgenden Grafik noch einmal schön dargestellt.

Zusammenhang zwischen Leitungslänge und Gesamtkosten (Bau- und Betriebskosten)

Zusammenhang zwischen Leitungslänge und Gesamtkosten (Bau- und Betriebskosten)
(Quelle: Wikipedia Urheber „Georg-Johann“ Lizenz: CC BY-SA 3.0)

 

Weiterführende Infos unter:

http://de.wikipedia.org/wiki/Hochspannungs-Gleichstrom-%C3%9Cbertragung

 

Veränderungen im Stromnetz:
Den im Stromnetz seit einiger Zeit stattfindenden Veränderungen ist mit „Smart Energy“ eine eigene Unterseite gewidmet, auf die ich hier gerne Verweise. Diese Unterseite beschäftigt sich auch mit möglichen Lösungsvarianten für die sich abzeichnenden Herausforderungen im Stromnetz.

https://energie-info.info/energiewende/smart-energy/

 

Machtfaktor:

Wie bereits unter „Energie – Einleitung“ festgestellt, ist Energie ein grosser Machtfaktor, da die moderne Gesellschaft davon abhängig ist! Speziell auch die Kontrolle der Transportwege und Versorgungsnetze ist mit grossem Einfluss verbunden. Energie hat von den Quellen, über den Transport bis zum Verbrauch viel mit Geopolitik zu tun. Folgend eine bei weitem nicht abschliessende Liste mit Beispielen:

– Das ausreichende oder nicht ausreichende zur Verfügung stehen von Energie hat bereits mehrmals massiv zum gewinnen oder verlieren von Kriegen beigetragen. (z.B. Zweiter Weltkrieg)
– Nach der Ansicht von vielen Leuten wurde schon mehrmals Krieg um Energie (hauptsächlich Erdöl) geführt. (z.B. die Irakkriege)
– Der Benzinpreis hat gemäss Beobachtern einen grossen Einfluss auf die Wiederwahl von US-Präsidenten.
– Es gibt zahlreiche Lobby-Organisationen im Bereich Energie, die die Interessen ihrer Mitglieder vertregen. Das trifft auf alle Bereiche zu, egal ob Erdöl, Erdgas, Kohle, Atom, Wind, Solar, „Clean-Tech“, usw.
– Es gibt mehrere Energiekartelle. Das mit Abstand am bekanntesten ist die OPEC, deren Ziel ein vollständiges Monopol bei der Erdölförderung ist.
– Durch Lieferstopps (Embargos) wurde und wird oft politischer Druck auf gewisse Länder, Regionen und Leute ausgeübt. (z.B. 1. Ölkriese ausgelöst durch die OPEC)

 

Grundsatzfrage: Zentrale oder dezentrale „Energieproduktion“:

Es gibt im Bezug auf die Energiewende eine grosse Grundsatzfrage:
– Soll die erneuerbare Energie möglichst dort „erzeugt“ werden, wo die Bedingungen am besten sind und anschliessend zu den „Verbrauchern“ transportiert werden?
– Oder soll die erneuerbare Energie möglichst dort „erzeugt“ werden, wo sie anschliessend auch „vebraucht“ wird? Damit fällt der grösste Teil des Transportes weg.

 

Die zentrale „Energieproduktion“:

Die zentrale „Energieproduktion“ wird so genannt, weil die „Energieerzeuger“ und die „Energieverbraucher“ klar räumlich voneinander getrennt sind. Die „Energieerzeuger“ werden an gewissen Stellen in grosser Zahl zu grossen Leistungen konzentriert. („Energie-Zentralen“)

Es gibt Gebiete in denen man mit den gleichen Mitteln mehr Energie aus gewissen natürlichen Quellen „erzeugen“ kann, als an den meisten anderen Orten. (Das heisst die „Energieerzeugung“ wird effizienter) Folgend einige Beispiele:

– Island, Italien und die Türkei eignen sich sehr gut für die Nutzung von Erdwärme (Geothermie).

– Spanien, Portugal, Nordafrika und der Nahe Osten eignet sich sehr gut für die Nutzung der Sonnenenergie (Solarthermie und Photovoltaik).

– Die Küsten Europas und Westafrikas eignen sich sehr gut für die Nutzung der Windenergie (An der Küste und auf hoher See)

– Die Schweiz, Östereich, Island und Norwegen eingen sich sehr gut für die Nutzung der Wasserkraft (Speziell auch für Pumpspeicherkraftwerke, die als Energiespeicher genutzt werden).

 

Energietransport bei zentraler „Energieproduktion“:

Wenn die Energie zentral „produziert“ wird, muss sie anschilessend über weite Distanzen und in grossser Menge zu den Verbrauchern transportiert werden. Das kann entweder direkt in Form von Sekundärenergie (Strom) oder in Form von Energieträgern (Chemische Energie) erfolgen.

Wie in der folgenden Grafik ersichtlich gibt es Ideen ein riesiges Stromnetz aufzubauen, dass sich über Europa, Nordafrika und den Nahen Osten erstreckt.

Geografischer Ueberblick zum DESERTEC-Konzept

Geografischer Überblick zum DESERTEC-Konzept
Quelle: Wikipedia Urhbeber: “DESERTEC Foundation” Lizenz: CC BY-SA 2.5

Bei diesem hauptsächlich von „Desertec“ angedachten Projekt würden die erneuerbare Energie jeweils dort produziert werden, wo die Produktionsbedingungen am Besten sind und anschliesssend über ein aufwendiges und sehr grosses Stromnetz zu den Verbrauchern geleitet. (Für die Bereiche „Wärme“ und „Mobilität“ würde zum Grossteil auch Strom verwendet werden.) Für dieses Stromnetz müsste wegen den riesigen Distanzen die Energie durch Gleichstrom übertragen- und anschnliessend durch Wechselstromnetze zu den Verbrauchern geleitet werden. Es müssten sehr viele sehr lange Stromleitungen neu gebaut und bestehende ausgebaut werden. Ausserdem wäre für ein solch riesiges und kompliziertes Stromnetz eine hochkomplexe Steuerung notwendig (Siehe auch „Das klassische Smart Grid“ auf der Unterseite „Smart Energy“).

Neben dem vorher genannnten angedachten DESERTEC-Stromnetz gibt es das bereits heute bestehende „Europäisches Verbundnetz“, dass den grössten Teil von Europa miteinander verbindet. Die extremste Form von Stromtransport über weite Strecken wäre ein „Global Grid“ also ein weltumspannendes Stromnetz. Dabei würden sowohl der Pazifik, als auch der Atlantik mit extrem langen Stromleitungen durchquert werden um alle Kontinenten und Länder miteinander zu verbinen. Die Frage, wie gross dabei die Übertragungsverluste trotz HGÜ auf so extrem lange Stecken wären, sei an dieser Stelle einmal in den Raum gestellt.

Chemische Energieträger aus erneuerbaren Energien lassen sich zum Beispiel durch das „Power-To-Gas“-Verfahren „erzeugen“. “Power-To-Gas” bedeutet übersetzt “Energie-zu-Gas”. Damit lässt sich in einem ersten Schritt Methan (Hauptbestandteil von Erdgas) oder Wasserstoff erzeugen. Dafür notwendig sind Wasser & Strom für Wasserstoff und Wasser, CO2 & Strom für Methan. Anschliessend kann man die Gase entweder direkt nutzen oder durch die „Fischer-Tropsch-Synthese“  in flüssige Kraft- und Brennstoffe umwandeln.

Energiewandler (Kraftwerke) um erneuerbare Enerigen zu gewinnen und sie anschliessend in chemische Energieträger umzuwandeln, könnte man an den selben Stellen „errichten“, wie dort, wo das Desertec-Projekt schon heute grosse Kraftwerke geplant hat. Jedoch müsste man die Energie anschliessend nicht mehr aufwändig und kompliziert über ein Stromnetz transporiteren werden, sondern liesse sich ganz einfach durch Tanker, Züge, Pipelines, Lastwagen und Schiffe in die Schweiz transportieren. Dadurch ist man bei den Import- und Bezugsquellen viel flexibler. Ausserdem lassen sich Energieträger viel einfacher und in grösserer Menge für eine spätere Nutzung oder für Notfälle zwischenlagern, als man das mit Strom kann. (siehe Unterkapitel „Energiespeicherung“) In der Schweiz würden die Energieteräger später in Nutzenergie (Strom, Wärme und Mobilität) umgewandelt werden. Für die Mobilität könnten direkt die chemischen Energieträger benutzt werden und für die „Erzeugung“ von Wärme und Strom eignen sich zum Beispiel lokale Blockheizkraftwerke. (siehe Unterkapitel „Wärme“)

 

Die lokale „Energieproduktion“:

Bei der lokalen Energieproduktion wird die Energie in oder in der Nähe von Wohn- und Industriegebieten (dezentral) durch kleine Kraftwerke (E-Wandler) „erzeugt“.

Folgend einige Beispiele für die dezentrale „Energieproduktion“

– Photovoltaik- & Solaranlagen auf Hausdächern

– Lokale Windräder

– Blockheizkraftwerke

– Lokale Wasserkraftwerke

– Lokale Biomassenkraftwerke

 

Energietransport bei lokaler „Energieproduktion“:

Ein grosser Vorteil der lokal „produzierten“ Energie ist die Tatsache, dass sie dort zur Verfügung steht, wo sie anschliessend auch „verbraucht“ wird. Wenn man die lokalke Energieproduktion mit lokalen Speichertechnologien kombiniert, kann man einen Grossteil der Transportkosten für Energie einsparen. Auf lokaler Ebene kann die Energie durch lokale Stromnetze, Fernwärmenetze, Pipelines, Lastwagen und mit der Eisenbahn transportiert werden.

 

Sonderfall Stromnetze:

Zur Wiederholung: Bei Strom ist es extrem wichtig, dass das Angebot und die Nachfrage immer im Gleichgewicht sind! Andernfalls kann es zu Stromausfällen und Schäden an Transformatoren, Leitungen und elektrischen Geräten kommen!

Da sich die elektrische Energie mit sehr hoher Geschwindikeit bewegt und im Stromnetz selber nicht gespeichert werden kann, ist die Steuerung viel komplizierter als zum Beispiel beim Erdgasnetz.

 

Lösung: Kombination „Microgrids“ & „Super Grid“

 

In Arbeit -> Much more to come. 🙂

-> Siehe auch: https://energie-info.info/2015/11/23/microgrids-am-beispiel-von-gridlogic/

Microgrids:

Der Aufbau eines Micro Grids

Der Aufbau eines Microgrids

Die Schnittstellen eines Micro Grids

Die Schnittstellen eines Microgrids

Die Funktionsweise von Micro Grids

Die Funktionsweise von Microgrids

 

Die Schweiz beispielhaft aufgeteilt in Micro Grids

Die Schweiz beispielhaft aufgeteilt in Microgrids

Grosse Verbraucher, Speicher und Erzeuger der Schweiz

Grossverbraucher, -speicher und -erzeuger in der Schweiz

Höchstspannungsnetz unabhängig von Micro Grids

Höchstspannungsnetz unabhängig von Microgrids

Kombination des Schweizer Höchstpannungsnetz mit den Nachbarländern

Kombination des Schweizer Höchstpannungsnetz mit den Nachbarländern

Verbindung des Höchstspannungsnetzes mit allen Micro Grids

Verbindung des Höchstspannungsnetzes mit allen Microgrids

 

Weitere Infos unter:

https://youtu.be/NMWZwkv0qto

https://www.youtube.com/watch?v=cIjf7DLCxb4

https://www.youtube.com/watch?v=zrdJMNZfU9U

 

– Letzte Änderung 23.12.2015 –

 

Schlagwörter: Energietransport, Schiff, Strasse, Eisenbahn, Pipelines, Stromnetz, Leitungen, Erdöl, Erdgas, Uran, Fernwärmenetz, Import, Export, Lokale Energieversorgung, Dezentrale Energieversorgung, Zentrale Energieversorgung, Microgrids, Energiezelle, Strassenverkehr, Transportleitungen, Leitungsgebundene Energien, Energiequellen, Energiekonsumenten, Versorgungsstruktur der Schweiz, Flüssiggastanker, Erdöltanker, Erdgastransportnetz, Rohöl, Erdölprodukte, Herkunft des schweizer Uranes, Höchstspannungsnetz, Netzebenen, oberirische Leitungen, unterirdische Leitungen, Freileitungne, HGÜ, Wechselstrom, Gleichstrom, Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung, Machtfaktor, Energiekartelle, Lobby-Organisationen, loakl, regional, international, DESERTEC, Power to Gas, Lastwagen, Züge, Schifffahrt

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